Urlaubsplanung klingt erst einmal nach einem kleinen Seitenthema.
Ein Kalender. Ein paar Textmarker-Balken. Vielleicht eine Excel-Datei, wenn es modern sein soll. Solange es um eine Handvoll Menschen geht, funktioniert das irgendwie.
Aber was passiert, wenn 300 Mitarbeitende beteiligt sind? Wenn vier Excel-Dateien parallel gepflegt werden? Wenn eine Teamleiterin krank wird? Wenn Genehmigungen, Restansprüche, Vertretungen, Wochenquoten und betriebliche Anforderungen gleichzeitig stimmen müssen?
Dann ist Urlaubsplanung plötzlich kein Verwaltungsthema mehr. Dann wird sie Organisation.
Genau solche Stellen finde ich spannend: Prozesse, die auf dem Papier klein aussehen, aber im Alltag enorme Koordinationsarbeit erzeugen. Oft merkt man erst im Störfall, wie viel implizites Wissen, manuelle Abstimmung und persönliche Erfahrung darin steckt.
Ich habe dafür eine kleine SharePoint-App in der Microsoft-365-Umgebung gebaut. Nicht, weil jede Organisation sofort eine große Plattform braucht. Sondern weil manchmal schon ein gut gebautes Werkzeug reicht, um aus vier Dateien, vielen Rückfragen und einem hohen Fehlerrisiko einen gemeinsamen Arbeitsstand zu machen.
Mich interessiert dabei weniger die Technik als Selbstzweck. Mich interessiert die Frage: Wo kann KI, Automatisierung und gute Prozessgestaltung Menschen konkret entlasten?
Nicht abstrakt. Nicht als Buzzword. Sondern dort, wo Arbeit sonst liegen bleibt, weil jemand krank ist, eine Liste nicht aktuell ist oder niemand mehr sicher weiß, welche Version gerade gilt.
Solche kleinen Projekte zeigen für mich ziemlich gut, worum es bei Digitalisierung eigentlich gehen kann: weniger Reibung, bessere Übersicht, klarere Entscheidungen.
Und manchmal auch einfach: weniger Excel-Akrobatik.
Wenn du ähnliche Prozesse kennst, die irgendwie funktionieren, aber viel zu viel Energie binden: Gib mir gerne einen Hinweis, ich suche immer die kleinen aber praktischen Verbesserungen.

